Der Bestand an Straßenleuchten in Österreich stammt überwiegend aus den 1960er und 1970er Jahren. Der sich daraus ergebende hohe Stromverbrauch im Betrieb ist evident. Auf Städte und Gemeinden kommt in den nächsten Jahren über kurz oder lang die Umrüstung der öffentlichen Beleuchtung zu. Bei der Frage nach der zukünftigen Lichttechnologie sehen Forscher und Lichtfachleute die LED als Ausweg aus der weltweiten Energieverschwendung. Dies gilt ganz besonders für die öffentliche Beleuchtung.
Im Rahmen einer Kooperation zwischen der Bezirksvorstehung Wieden, dem Einkaufsstraßenverein FREIHAUSVIERTEL, der für die öffentliche Beleuchtung zuständigen Magistratsabteilung MA33 und der Firma LEDworx® wurden am Kühnplatz im vierten Wiener Gemeindebezirk erstmals 2 LED-Straßenleuchten mit einer Lichtleistung von je 40 Watt aufgestellt. Da diese Teststellung von möglichst vielen Anrainern gesehen und begutachtet werden soll, wurde der Kühnplatz aufgrund seiner zentralen Lage als Aufstellungsort gewählt. Der Pionier- und Innovationsgeist aller beteiligten Projektpartner und die allgemeine Bereitschaft auch in der öffentlichen Beleuchtung Energie möglichst effizient zu nutzen, insbesondere aber auch durch den Einsatz der Bezirksvorstehung Wieden Frau Susanne Reichard als auch der Leiterin der MA33 Frau DI Susanne Lettner haben dieses Projekt ermöglicht.
Die Hawk Eye [3.0], so der scharfsinnige Name der neuartigen LED-Leuchte von LEDworx®, soll im wahrsten Sinne des Wortes die Augen der Öffentlichkeit für eine umweltbewusste Straßenbeleuchtung schärfen. Die Bürger und Einwohner des Bezirkes haben die Möglichkeit, einen direkten Vergleich einer LED-Straßenleuchte und der bereits Vorort im Betrieb befindlichen Natriumdampflampe, erkennbar durch ihr gelbliches Licht, anzustellen. Diese Teststellung soll unter „realen Betriebsbedingungen“ veranschaulichen, dass Effizienz und Ökonomie in keinem Widerspruch zur Ökologie und Umweltbewusstsein stehen.
„Die LED-Straßenleuchte Hawk Eye [3.0] spart bis zu 60% der Energiekosten im Vergleich zu herkömmlichen Straßenbeleuchtungstechnologien“, erläutert Mag. Georg Eder, Geschäftsführer von LEDworx®. „Mit der LED ist es nun möglich, die Lichtabstrahlung exakt zu steuern und unnötige Blendung oder Lichtverschmutzung zu verhindern. Des Weiteren wird auch eine homogene Ausleuchtung gewährleistet. Zudem biete das weiße Licht einen enormen Sicherheitsvorteil. Durch den hohen Farbwiedergabeindex werden andere Verkehrsteilnehmer besser erkennbar.“
Wird die Teststellung von allen beteiligten Parteien positiv bewertet, so sollen im Frühjahr 2009 weitere für den Straßenverkehr in Wien folgen.
Erst durch Umstellung weiter Bereiche der öffentlichen Beleuchtung auf eine energie- und kosteneffiziente Alternative, kann ein spürbarer Wandel sowohl hinsichtlich Stromverbrauch als auch Kostenaufwand für den Bezirk, für die Stadt und nicht zuletzt für den Steuerzahler erzielt werden. Der erste Schritt dahin wurde damit erfolgreich umgesetzt.